3:34 PM Today’s post will be published in German only, since I am writing about a supermarket which is located in Germany, and therefor this post is mostly a little educational note for my German lovebirds!
As an ocean ambassador, I try to exclude as much plastic as I can, because we really don’t need it…When we think about our shopping behavior (especially groceries) this is a more difficult problem which we need to solve. REWE GROUP is one of the supermarkets here which is reducing massive of its plastic usage!

Ich schreibe heute also auf Deutsch (mal wieder…ich glaube nach über 7 Jahren?) und ich freue mich alle Deutschen Leser von OFF COLOR direkt anzusprechen und vor allem zu helfen. Für die, die es noch nicht mitbekommen haben, eine kleine Info zum heutigen Diskussionsthema. Ich startete letztes Jahr ein Fundraise, nachdem ich mich lange via Onlineressourcen und Dokus über die Ozeane und die Plastikverschmutzung informiert habe. Vorher hatte mich dies nicht sonderlich interessiert, oder naiv wie ich bin, dachte ich, dass so etwas mich nie betreffen wird. Ich habe Organisationen wie Parley kennengelernt und startete von heute auf morgen meinen Plastikkonsum zu reduzieren oder aufzugeben…es gibt genug Alternativen.
Seitdem nun mein Fundraise online ist, schreibe ich auch über meine Erfahrungen mit dem Umschwung, gebe Tipps, oder rufe zu Clean-Ups in eurem Zuhause auf. Es gibt wirklich so viel worüber man hier schreiben kann und ich verspreche, dass ich über dieses Thema wirklich noch viel zu sagen habe. Ich hoffe der ein oder andere fühlt sich mit solchen Posts angesprochen oder minimal motiviert/ inspiriert auch etwas zu ändern und unsre Umwelt zu schonen!

Was mir bei dem Thema Ozeane und Plastik vor allem wichtig ist, ist Ehrlichkeit. Ich sehe online so viele Leute, die über dieses Thema schreiben und dann posten sie auf Instagram den größten Plastikschrott, gehen jeden Tag zu Starbucks und trinken ihre Latte im Plastikbecher – but keep in mind: "ich bin total gegen Plastik". Sorry, das supporte ich leider gar nicht.

Ich gebe ganz klar zu, dass ich meinen Plastikverbrauch reduziere, aber es gibt Tage, da kann ich nicht 100% plastikfrei leben. Gerade gestern…bei Subway ZWINGT mich die Verkäuferin die Plastiktüte zu nehmen, da sie mein Sandwich schon eingepackt hat und ich sage ihr nochmals, dass ich einen Weg von 1 Minute habe und somit keine Tüte brauche. Ich verließ Subway also mit einer Plastiktüte und hatte das schlechteste Gewissen… das ist sowas von unnötig und das passiert leider noch viel zu oft! Kleiner Exkurs…tut mir leid. Ihr wisst Bescheid. Ich bin immer ehrlich zu euch und wenn ihr sogar Tipps für mich habt, dann haut diese bitte alle raus!

Um gemütlich in dieses Thema zu starten würde ich doch gerne wissen wo ihr am liebsten einkauft. PENNY? Aldi? Netto? REWE? Bio-Laden? Oder sogar auf dem Markt? Ich bin was Lebensmittel angeht ein Geizhals und ich achte immer sehr auf mein Geld. Ich möchte nicht zu viel ausgeben und besser ist es für mein Geld auch wirklich viel zu bekommen! Jeden Monat habe ich ein bestimmtes Budget und ich gebe hier und da mal mehr und mal weniger aus…je nach Saison und Stimmung – es gleicht sich alles super aus.
Ich wohne in der Nähe eines PENNYs und deshalb würde ich behaupten, dass PENNY mein 24/7 Supermarkt ist. Hier bekomme ich alles zu super Preisen und mittlerweile hat PENNY sogar einige Supermärkte überholt was Angebot und Auswahl angeht! Daumen hoch!
Wenn ich zur Arbeit fahre (ich arbeite in einer anderen Stadt), dann gehe ich gerne zu REWE, aber auch Aldi, da Aldi die beste Hafermilch hat (kleiner Tipp). Ich habe schon oft daran gedacht in Bio-Supermärkten einzukaufen, da ich weniger Plastikmüll zu Hause haben möchte und in meinem naiven Kopf die Vorstellung existiert, dass Bioläden einfach die besten Geschäfte sind: pro Umwelt, alles organisch, weniger Plastik, Fairtrade, usw. Das stimmt nicht immer…

Naja, was kaufe ich denn ein? Ich esse viel Obst, Gemüse, auf Milchprodukte verzichte ich, also gibt es nur die Reis – oder Hafermilch, Haferflocken kaufe ich bis zum Umkippen, Konserven, Tiefkühlprodukte, natürlich viel Fleisch, Snacks, Backutensilien, und was auch immer mich inspiriert.

Alles hat irgendwie zu viel Verpackung. So vieles was ich liebe, ist in Plastik eingepackt, meistens doppelt und dreifach.

Oft bin ich so niedergeschlagen mit all dem Müll in den Supermärkten, dass ich einfach auf gewisse Produkte verzichte. Ich kann und will nicht so viel Müll unterstützen, jedoch muss ich doch auch etwas essen! Ihr kennt das vielleicht? Ich war super happy als PENNY seine Bananen nicht mehr in der Plastiktüte verkaufte, sondern sie jetzt mit einer minimalen Banderole schmückt! Ich weiß ca. welcher Supermarkt meine Produkte mit minimalem Müll verpackt verkauft und ich kenne auch Orte, wo ich Kartoffeln, Zitronen, was auch immer lose bekomme. Ihr denkt bestimmt, dass ich doch einfach auf den Wochenmarkt gehen soll… ganz einfach. Das habe ich tatsächlich gemacht, jedoch war ich erstaunt, dass mittlerweile sehr viele „frische“ Produkte selbst von Marktverkäufern in Plastik eingepackt verkauft werden… und dann zahle ich auch noch das dreifache dafür – nein danke!

Immer wenn ich zu Hause in New York bin und über meinen Lieblingsmarkt streife, werde ich super neidisch, da man dort wirklich ohne Müll einkaufen kann – und wer hätte es gedacht, die Auswahl in New York kann man sich nicht vorstellen…hier bekommt man wirklich alles! Ein Traum…der leider nicht in Deutschland oder zu mindestens in meiner Stadt stattfindet. Ich hatte einen Punkt erreicht, wo ich nur noch einen Ausweg sah…ich schreibe einfach allen Supermärkten, dass sie doch bitte ihren Plastikkonsum überdenken oder nach Alternativen suchen sollen. Was haben wir Konsumenten denn für eine Wahl? Man ist gezwungen sich der Politik der Supermärkte anzupassen. Nüchterne Wahrheit, nicht alle Supermärkte antworteten mir und einige waren so dreist mir einfach nur zu schildern, dass sie so toll sind und keine Plastiktüten mehr anbieten. Das war’s. Cool! Freut mich total… Das ist leider nicht was ich mir unter Zukunftsfähig vorstelle!

Als Unternehmen muss man leider auch eine Vorbildfunktion haben – das haben viele GAR NICHT! Außer die REWE GROUP, sprich PENNY und REWE – die bekanntesten des Hauses (zu mindestens dort wo ich wohne). Ich schrieb beiden Supermärkten eine ehrliche, konstruktive Mail und die Antwort von REWE hat mein Herz wirklich schneller schlagen lassen. Ich bin immer noch super begeistert von diesem tollen Engagement und dem netten, offenen Team, das mir „Rede und Antwort stand“ (so brutal war es dann doch nicht…).
Wie ihr schon oben auf der Grafik erkennen könnt, krempelt die REWE GROUP die Ärmel hoch. Es gibt zig Maßnahmen und Ideen, die nach einer sauberen und vor allem nachhaltigen Zukunft streben.
Manche mag das vielleicht nicht interessieren, aber ich denke, dass es genug Leute da draußen gibt, die viel mehr Motivation und Inspiration bekommen einkaufen zu gehen, wenn sie wissen, dass ihr go-to Supermarkt gewisse Aktionen unterstützt und nicht blind die Umwelt zerstört. Waste-free, öko und was auch immer ist mittlerweile super modern und die Nachfrage nach Nachhaltigkeit ist nicht mehr selten – die Unternehmen müssen reagieren und ich glaube wir Endverbraucher sind dankbar und schätzen all die Information, die unseren täglichen Alltag ausmacht.
Wie ich bereits sagte…ich möchte nicht auf Bananen oder sonstiges verzichten, nur weil sie in Plastik verpackt sind. Ich möchte auch mal wieder Paprika essen…oh, die ist ja auch in der blöden Plastiktüte. Die Gurke ist bis zum Ersticken in Plastik festgeklebt und alles bekommt am besten nochmal 20 Sticker als Dekoration.

Einkaufen soll auch Spaß machen…oder? Mir macht das so nicht Spaß.

Viele möchten vielleicht nachhaltiger einkaufen, wissen aber nicht wo man genau anfangen soll. Ja, wo soll ich denn hin? Ich will nicht mein ganzes Geld dafür ausgeben…und was kann ich richtig oder falsch machen? Nachhaltigkeit ist super abstrakt und man muss sich da erst einmal ein bisschen mit beschäftigen, aber sobald man alle Fakten kennt, ist das ein Kinderspiel. Ich fing auch ganz einfach an. Zum Shoppen gibt’s alle Jutetaschen, die Zu Hause auf dem Boden irgendwo rumfliegen – ich möchte keine Plastiktüte vom Supermarkt. Wenn ich sie zu Hause vergesse (was eigentlich nie passiert…) kann ich aber auch eine Papieralternative erwerben (DM, REWE und andere Geschäfte haben da ein super Angebot!). Innerhalb des Supermarktes wird auch keine Plastiktüte verwendet! Das kommt alles (wenn es lose ist) einfach in meine Tasche wo es später ordentlich sortiert und vielleicht nochmal in eine andere Tasche extra verpackt wird. Ansonsten schaue ich immer wenn ich Produkte kaufe, ob das gleiche nochmal unverpackt verkauft wird. Wenn es dann doch in einer Plastiktüte kommt, dann achte ich drauf, dass der Inhalt groß ist. Ich will keinen Babysalat, der nach 2 Tagen aufgebraucht ist. Ich kaufe eine Tüte deren Inhalt mir länger hält, was mir einen weiteren Einkauf erspart. So kaufe ich zum Beispiel auch gerne Tiefkühlgemüse, da ich weiß, dass ich a.) billiger dran bin und b.) mit der Ware über eine Woche klarkomme. Wasserflaschen kaufe ich eher selten ein…eher hier und da Apfelsaftschorle, da ich mir Wasser immer irgendwie unterwegs in meine wiederauffüllbare Glasflasche gießen kann. Es sind die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen.

Zurück zur REWE GROUP. Ich zitiere hier die Mail, die ich von der REWE GROUP erhielt, aber ihr könnt gerne auch noch einmal die Ideen und Aktionen auf deren Website nachvollziehen. Seit Sommer 2016 hat REWE angefangen die Plastiktüten zu verbannen und sein Bruder PENNY folgte 2017. Mit diesem ersten großen Schritt spart nun die REWE GROUP in Deutschland 202 Millionen Tüten im Jahr ein. Avocados und Süßkartoffeln erleben die Reduktion von Verpackung anhand von „Natural Labeling“. Dies ist ein interessanter Prozess, der eigentlich schon seit Jahren ausgeübt werden sollte! Lebensmittel werden hier ohne jeglichen Schaden mit einem Laser gekennzeichnet. So wird zum Beispiel ein kleines Logo in die Schale der Kartoffel gebrannt ohne jegliche Verpackung oder sonstiges danach. Auch schon erwähnt habe ich die Bananen, welche einen Verzicht von Folienverpackung genießen und nur noch mit Klebebanderolen oder Klebeetiketten zu erwerben sind. Alleine hierbei hat PENNY, zum Beispiel, so viel Plastik einsparen können mit welchem man 900 Fußballfelder mit bedecken würde. Bei Schachteln verpackter Äpfel oder Birnen, wird sogar Graspapier verwendet! Hier wird an Stelle von Holz, Gras benutzt, welches als natürliche Ressource schnell nachwächst und somit kostbares Holz schützt. Bei Plastikflaschen von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln geht man sogar noch ein Schritt weiter. Mit der Hilfe von Recyclat wird die Umwelt geschont und bereits verwendetes Plastik wieder verwertet. Ganze 20% des Recyclats stammt von Gelben Säcken – unsere Gelben Säcke, die alte Plastikputzflaschen und all diese typischen Haushaltsutensilien beinhalten. So wird unser gebrauchter Müll ordentlich verwertet und wieder zu etwas Neuem geschaffen. Weitere Folieneinsparungen bei REWE und PENNY führten zu einer Gesamteinsparung von rund 300.000kg Plastikfolie seit 2016!! Hier wird keine Pause gemacht, sondern weiter geforscht und investiert. Ziel ist es, Eigenmarkenprodukte bei REWE und PENNY schrittweise komplett auf umweltfreundlichere Alternativen umzustellen. Bis Ende 2020 sollen nun alle Papierverpackungen auf recyceltem oder zertifiziertem Papier hergestellt werden, denn mit Altpapier kann man drastisch die Umwelt schonen. So werden auch Produkte, die in Plastik verpackt sind, aber kein Gebrauch an Plastikmaterial haben (sprich die Qualität wird nicht beeinflusst) von Plastik befreit.

Das ist genau das, was ich lesen möchte. Ich möchte das auch sehen. Aber erst einmal zu wissen, dass ein Unternehmen mehr macht als Plastiktüten zu verbannen macht mich glücklich! Ich werde weiterhin dafür kämpfen, dass Supermärkte sich unseren aktuellen Konditionen anpasst, denn es kann nicht sein, dass wir alle naiv, mit geschlossenen Augen durch die Weltgeschichte gehen. Natürlich ist es wichtig Qualität und Standards beizubehalten, aber es gibt immer Alternativen oder Ideen, die unsere Zukunft bereichern können. Ich finde es super, liebe REWE GROUP, dass ihr euch so toll einsetzt und uns Wege zeigt, wie wir weiterhin einkaufen gehen können ohne große Verluste.

Qualität unseres Alltags ist mir verdammt wichtig und ich möchte gleichzeitig meine Ozeane nicht vernachlässigen. Es ist Zeit zu handeln. Zusammen!

Einkaufen kann wieder Spaß machen…ich werde hoffentlich bald schon keinen Plastikmüll mehr nach Hause bringen – fingers are crossed.

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen im Kampf gegen den Plastik! Teilt das gerne mit Freunden und der Familie und wenn ihr auch etwas bewegen wollt, dann fühlt euch frei den Unternehmen auch einmal eine kleine Mail zu schreiben! Wie gesagt - zusammen schaffen wir das!